UPDATE 06.06.2011:
Zu den Forderungen der JuLis hat jetzt auch die HH-Zeitung einen lesenswerten Beitrag gebracht:
http://www.hh-zeitung.de/?p=3457
Zum geplanten Alkoholverbot im HVV erklärt der Vorsitzende der Jungen Liberalen Hamburg (JuLis), der unabhängigen Jugendorganisation der FDP, Finn Ole Ritter: "Wir haben erhebliche Zweifel, ob ein Alkoholverbot in Bus und Bahn überhaupt praktisch umsetzbar ist und sind daher dagegen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um eine aktionistische und symbolische Beruhigungspille. Zum einen fehlt das notwendige Personal zum Kontrollieren. Zum anderen frage ich mich, wie man einen Verstoß gegen das Alkoholverbot überhaupt gerichtsfest ahnden will. Man kann hin und wieder beobachten, dass Alkohol beispielsweise augenscheinlich aus umgefüllten Limonadenflaschen getrunken wird. Wie soll da der HVV-Kontrolleur zweifelsfrei feststellen, ob es sich tatsächlich um Alkohol handelt? Und gilt es schon als Verstoß, wenn jemand mit einem leichten Schwips eine Flasche Wein mit sich führt? Im Übrigen müsste man wohl schon von Buxtehude bis nach Norderstedt fahren, um einen Alkoholpegel zu erreichen, bei dem es zu ungewünschten Übersprungshandlungen kommt.
Das Problem sind eher diejenigen, die bereits volltrunken einsteigen. Folgerichtig wäre es dann wohl, wenn demnächst auch noch eine Promillegrenze für den ÖPNV eingeführt wird. Das würde jedoch das Ziel hintertreiben, die Menschen dazu zu bewegen, das Auto lieber stehen zu lassen, wenn es auf den Kiez geht."
Überhaupt frage ich mich, was denn dann alles verboten wird: Weinbrandbohnen? Doppelherz? Hustensaft? Weinsauerkraut? Sabbaione? Biovital? Schließlich ist da überall Alkohol drin - und das nicht zu knapp.
Ich begrüße auch die Einführung einer Alkoholsteuer - nicht aus haushaltspolitischen Gründen, sondern auch den Steuerungseffekt zu nutzen. Weniger Alkohol bringt mehr Gesundheit.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fdp-prueft-auch-hoehere-alkoholsteuer/3573946.html