Zu dem Vorhaben des Hamburger Senats, die Kontaktaufnahme zu Prostituierten in St. Georg mit einer Geldbuße von 5.000 Euro zu bestrafen, erklärt der Landesgeschäftsführer der Jungen Liberalen Hamburg (JuLis), der unabhängigen Jugendorganisation der FDP, Nikola Ilić:
"Seit 1980 ist Prostitution in St. Georg verboten. Obwohl man sich also schon nicht prostituieren darf, möchte Senator Neumann nun zusätzlich noch das Ansprechen einer Prostituierten verbieten.
Und wieder gilt, wie bei Sozialdemokraten üblich: Jedes Mal wenn ein neues Gesetz entsteht, weint ein Altes weil es nicht angewandt wurde.
Es ist erschreckend, dass der SPD zu typischen Großstadt-Problemen nichts Besseres einfällt, als Zäune zu bauen oder Verbote auszusprechen. Auch der Vollzug ist Fragwürdig. Was tut die Polizei, wenn die angesprochenen Personen bestreiten ein Freier oder Prostituierte zu sein? Wie soll nachgewiesen werden, ob es sich bei den Verdächtigen wirklich um Freier und Prostituierte handelt? Eine Solche Verordnung ist reine Symbolpolitik, lenkt von den wirklichen Problemen dieser Stadt ab und führt außerdem dazu, dass Polizisten, die an anderen Stellen dringend gebraucht werden, eingesetzt werden um den Profilierungsdrang des Innensenators zu bedienen."
UPDATE 12.01.2012:
Unsere Stellungnahme wurde zwischenzeitlich auch vom Hamburger Abendblatt aufgegriffen:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article2155307/Anwohner-befuerworten-Kontaktverbot-fuer-Freier.html