
Der Vorsitzende des DBB Hamburg hat in einer Stellungnahme zur Forderung der FDP "vorgerechnet", Hamburg würde durch die Pensionierung der Beamten im Vergleich zu Angestellten deutlich sparen. Zitat: "Bei derzeit ca. 35.000 städtischen Beamten ergibt dies die stolze Einsparsumme von knapp 6.000.000.000 €; sprich 6 Mrd. €!"
Das stimmt leider nicht. Darum hier die richtige Rechnung Schritt für Schritt zum Nachvollziehen:
1) Die 350 Euro monatliche Durchschnittsersparnis bei 35.000 Beamten bei den Lohnnebenkosten ergibt eine Jahresersparnis von 147 Mio. Euro
2) Diskontiert mit den ab 2015 für die Pensionsrückstellungen geltenden Zinssatz von 4 % ergibt das für 40 Jahre einen Diskontierungssummenfaktor (DSF) von ca. 19,8.
3) Der zu bilanzierende Barwert der homogenen „Ersparnisreihe“ (147 Mio. pro Jahr) ist also 19,8 * 147 Mio. = ca. 2,91 Millarden Euro. Das ist nichtmal die Hälfte der angeblichen 6 Milliarden.
4) Wenn man das Ganze mit 2,5 % Diskontierungszins rechnet (4 % minus 1,5 % durchschnittlicher Tarifsteigerung p.a.), landet man bei einem DSF von ca. 25,1 und somit 3,69 Mrd. Ersparnis in 40 Jahren.
3,69 Mrd - Das ist doch schon ein Unterschied zu den angeblichen 6 Milliarden. Oder?