Die SPD fordert ein Glasflaschen- und Alkoholverbot auf der Schanze. Die CDU in der Bürgerschaft prüft ebenfalls Rechtsgrundlagen für ein Alkoholverbot. Die Jungen Liberalen Hamburg wenden sich entschieden gegen diese Vorhaben: Verbote lösen keine Probleme. Sie sind nur ein Zeichen der Ratlosigkeit und Überforderung der Verantwortlichen. Anstatt die Menschen in Hamburg mit immer neuen Vorschriften und Verboten zu drangsalieren und gegeneinander zu mobilisieren, sollten SPD und CDU lieber auf ein Miteinander und Rücksichtnahme zwischen Anwohnern und Nachtschwärmern in der Schanze hinwirken. Die Jungen Liberalen haben volles Verständnis für das Bedürfnis der Anwohner im Schanzenviertel nach Ruhe, Sauberkeit und Unversehrtheit ihres Eigentums. Deswegen sind freiwillige Vereinbarungen und Selbstverpflichtungen zwischen Gastronomen, Kioskbesitzern und Anwohnern der bessere Weg, zu einem für alle Seiten tragbaren Kompromiss. Auch Ordnungsdienst und Polizei sind hier in der Verantwortung dafür zu sorgen, dass Alkoholgenuss und Lärmpegel in einem zivilen Maße bleiben.
Die Kioskbesitzer, die jetzt von der SPD an den Pranger gestellt werden, sind sich sicher voll bewusst, dass dauernde Exzesse auf der Schanze ihnen mittelfristig die eigene Geschäftsgrundlage rauben und ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen. Insofern werden auch sie ein Interesse an einer einvernehmlichen Lösung haben. Das Drohen mit Verboten verhärtet nur die Fronten zwischen allen Betroffenen. Zudem ist aus unzähligen Beispielen von anderen Verboten bekannt, dass Probleme nicht gelöst werden, sondern sich nur verlagern. Wenn am Schulterblatt und der Susannenstraße Alkohol verboten wird, werden die Menschen in andere Straßen oder in andere Gegenden ausweichen.
Die jüngsten Überlegungen der SPD und der CDU stehen in einer langen Kette von Regelungswahn und Verbotskultur insbesondere im Bereich des Gastgewerbes in Hamburg. Rauchverbote, Sperrzeiten, Lärmgrenzen, Glasflaschenverbote und das Einsperren von Gästen in blau aufgemalte „Zonen“ in den Außenbereichen von Cafés, Bars und Restaurants sind dafür deutliche Beispiele. Nun soll diese Reihe noch um ein Alkoholverbot auf der Schanze erweitert werden. Die Jungen Liberalen stellen sich klar gegen diese Politik und stehen für mehr Bürgersinn, Gemeinsamkeit, Verantwortung und Freiheit in unserer Stadt.
BOD hat zu wenige Kräfte um die bereits bestehenden Regelungen zu kontrollieren.
Polizei hat zu wenig Zivilfahnder um dealen im Florapark nachhaltig zu unterbinden.
Gastronomen ignorieren behördliche Auflagen (bspw. Heizpilze Katze, Goldfischglas) und klagen dann.
Wohnt einfach mal eine (Sommer-)Woche in der Schanze (Schulterblatt, Susannen-, Eiffler- Juliusstr. etc). Wohnen! Nicht eine Woche Party machen und dann wieder zurück in die eigene, ruhigere Wohngegend.